14
Mai
2005

im krankenhaus

fünf ärzte,
fünf meinungen,
fünf diagnosen.
bis der ober- halbgott kommt, und ein machtwort spricht:
seine meinung , seine diagnose.
es bleiben:
fünf ärzte,
fünf meinungen,
eine diagnose.

wem soll man nun trauen?
-am besten nur sich selbst.

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wvs_at_re-actio.com - 15. Mai, 12:44

In solchen Fällen ....

empfiehlt es sich, das Krankenhaus zu verlassen und eine alternative Meinung einzuholen!
Wir hatten einen solchen Fall vor vielen Jahren. Unser Sohn wurde wegen "Verdacht auf Appendizitis" eingeliefert - und war nach acht Tagen nur noch ein Schatten seiner selbst. Wir haben ihn da herausgeholt und in ein anderes Haus gebracht.
Dort war man sich schnell sicher: Keine Appendizitis!
[.... und wie sich herausstellte, war die dortige Meinung korrekt]

chaetzle - 16. Mai, 10:34

es erging mir ähnlich wie ihrem sohn. allerdings war ich nicht mehr so transportfähig, um den weg zum nächsten krnkenhaus zu nehmen. es herrschen katastrophale zustände in den kliniken (ich bezweifle, dass es in einer anderen besser gewesen wäre). ich wurde von meinem hausarzt als notfall eingeliefert. akuter darmverschluss. laut lehrbüchern sofort behandlungsbedürftig (im schlimmsten fall tödlich verlaufend). man lies mich ein-einviertelstunde in der ambulanz sitzen (!!). als ich endlich zum dienshabenden arzt kam, hat er es nicht einmal für nötig empfunden, mich zu untersuchen. auf meine frage, ob ich geröngt werden könnte, sagte er mir, dass man dies bei frauen in meinem alter ungern täte (wegen der eierstöcke etc). nach einigen minuten herumgetippsel in seinem pc, hat er seine meinung doch noch geändert, und mich zur röntgenärztin geschickt. bis dahin ohne mich einmal angefasst zu haben (normalerweise wird der bauch abgetastet un mit stethoskop abgehört). die röntgenärztin hat mich vor das röntgengerät postiert, und gesagt: "einen röntgenschurz haben wir gerade nicht da- es muss halt ohne gehen" (!!!!!) erst nicht röntgen wollen, dann noch nicht einmal einen schutz für die restlichen organe haben!! was sind das für zustände??? sie sagte lediglich, ich solle meine hände vor meine brüste nehmen, und sie etwas anheben. gehen röntgenstrahlen etwa nicht durch meine hände??? und wie hoch hätte ich meine brüste heben sollen?? über den kopf?? danach wurde ich noch gynäkologisch untersucht, es wurde ultraschall gemacht. der darmverschlusss hat sich bestätigt. bis hierher hat mich noch immer kein arzt per hand untersucht. auf der station ging das theater weiter. och mehr ärzte. ein junger chirurg wollte mich operieren (eben verdacht auf blinddarm- was aber weder im röntgen noch im sono diagnostiziert war). auf meine frage hin warum: sagte er: "sie sind hier auf der chirurgischen station gelandet, und ich bin chirurg. da wird nunmal operiert." tolle antwort. sehr professionell. gnädigerweise wollte er die op erst am nächsten tag vollziehen (es war schon später abend). nachts kam dann noch eine neue diagnose- ich hätte eine blasenentzündung- die sei schuld an allem. bekommen habe ich ein antibiotikum, das sich als mischung aus chemotherapie und antibiose herausstellte (konnte ich allerdings erst zu hause in meiner roten liste nachlesen). musste das sein?? es gibt sanftere antibiotika gegen blasenentzündungen. die nebenwirkungen waren u.a. akutes nierenversagen, akutes leberversagen, lungenembolie (um nur einige wenige zu nennen).
so ging es dann weiter. ein arzt gab dem anderen die türklinge in die hand (ich bin privat versichert- da kommt man gerne-- und rechnet gerne ab). jeder mit seiner eigenen meinung. ich hatte allen erklärt, dass ich vor einigen wenigen wochen eine lebensmittelvergiftung hatte- es ging keiner darauf ein. es ist möglich, dass bakterien (von der vergiftung) toxine bilden, die einen darmverschluss herbeiführen. meine meinung scheint nicht interessiert zu haben. (ich weiss, ärzte mögen es nicht, wenn man ihnen reinredet. v.a. nicht von der vermeintlichen konkurrenz). drei tage war ich dort, dann wurde ich entlassen. ohne empfehlung, wie ich mich zwecks ernährung halten solle,ohne nachuntersuchung (auf meine frage: wieder die antwort- röntgen in ihrem alter...), erst nachdem ich gefragt habe, ob ich den das antibiotikum weiter nehmen müsste, und ob ich es mitbekomme (es war ja dann wochenende) sagte der arzt: "achja, morgen vielleicht noch, ich gebe ihnen noch ne ration mit".
ich wünsche keinem mit ernsthaften erkrankungen, in eine klinik zu kommen. es ist nicht mehr schön. ich therapiere mich nun eben selbst. das ist immer noch das beste.
Malte - 16. Mai, 11:25

das (liest) hört sich schrecklich an!!! Das schnürt einem den Hals zu.

(soviel zu den "Göttern" in Weissen Kitteln).
wvs_at_re-actio.com - 16. Mai, 11:42

Ein Horror, durch den ....

Sie da gegangen sind.
Aber:
Was sich letztlich aus dem Martyrium ergeben hat, ist doch wohl, daß es sich nicht um einen akuten Verschluß gehandelt haben kann - dann wären Sie jetzt schon tot ....

Ich tippe auf sogenannte "Kotsteine", eine extreme Verfestigung, die einen "Verschluß" vortäuschen kann (Bei früherer Lebensmittelvergiftung lähmen die Toxine der Bakterien den Darm, daher die extreme Verfestigung des Inhaltes).

Dem ist dadurch abzuhelfen, daß man ballastreiche Nahrung zu sich nimmt, die fördert die Peristaltik. Glaubersalz zur Verflüssigung ist auch empfehlenswert, allerdings sollte man da in der Nähe einer Toilette sein, sonst wird's häßlich ....
chaetzle - 17. Mai, 08:41

es war

ein akuter verschluss. durch die verlegung einer dünndarmschlinge nach oben, und der dadurch entstandenen verengung. es hat sich dort alles angesammelt, und ging nicht mehr weiter. durch ein darmspülung wurde die sache behoben. ob die verlegung noch da ist, weiss ich nicht. es wurde mir keine auskunft erteilt. ich denke mal, dass es wieder im normalszustand ist. diagnostisch wollten sie es ja nicht nachprüfen (wegen dem röntgen..)
so schnell sterbe ich nicht. meine zeit ist noch nicht gekommen. ;-)
die sache mit den kotsteinen hatte eine bekannte. sie lag eine woche in der klinik. erinnert mich immer an das märchen "der wolf und die sieben geisslein"- in dem der wolf mit steinen gefüllt wird...
exkurs: es gibt den "mechanischen Ileus" (darmverschluss)- eben durch kotsteine, würmer, verwachsungen, brüche, steine, drehungen, stülpungen. und den "paralytischen ileus"- durch toxine, koliken (als reflex), muskulär und durch mangelnde durchblutung.

glaubersalz ist ziemlich agressiv. kenne ich von meinen fastenkuren früher. es gibt das wesentlich sanftere "FX passage salz". ist von der zsammensetzung etwas verändert. da reicht es noch, rechtzeitig auf die toilette zu kommen. ;-)

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