Heute früh als ich auf die Laube ging, um den Gartentorschlüssel zu holen, erwischte ich meine beiden Mitbewohner beim Sex. Es war wohl eine Art
Tantra, die die beiden da praktizierten. Völlig ineinander verschlungen, genossen sie ihre Leiber, verharrten meditativ in ein und der selben Stellung- auch als ich nach einigen Minuten zurückkam, waren sie kaum verändert in ihrer Position.
Also zog ich dir Türe hinter mir zu- aber erst nachdem ich ein Foto gemacht hatte:
Bei den zwei Kollegen handelt es sich um Afrikanische Schnecken. Genauer betrachtet sehen sie so aus:
Sie wohnen seit geraumer Zeit bei mir. Zum Entsetzen von Omi, die Schnecken vehement bekämpft (vor allem in diesem Jahr, in dem ihre schönen Blumen alle abgefressen wurden), und Mami, deren Kommentar ihren puren Ekel zum Ausdruck brachte.
Nun ja, bei mir ist es so, dass ich schon als Kind einen Hang zu Schnecken hatte (die mit Häusle natürlich). Täglich habe ich sie eingesammelt, mit Salatblättern gefüttert, und sie bewundert. Noch heute sammle ich sie vom Weg auf, damit sie nicht zertreten oder überfahren werden. Ok, das mach ich auch mit Blindschlaichen, Regenwürmern, grossen Käfern, Igeln & Co. Da kann ich nicht vorbei gehen.
Eigentlich ließen sich die grossen Schnecken in meiner Praxis vermarkten- Blutegel habe ich schon als fleissige Assistenten. Schnecken sollen schliesslich bei Warzen helfen. Eine Schnecke über eine Warze kriechen lassen, und die Warze verschwindet. Vielleicht das ganze bei Vollmond oder abnehmenden Mond. Dann wirkts noch besser. Wieviel kann ich da verlangen? 50 € die Behandlung??! ;-)
Leider geht das nur über die Sommermonate- sobald es kalt wird, fallen die Afrikaner in einen Winterschlaf.