verdammt, t. ich weiss nicht mehr , was ich denken soll. willst du mich. willst du mich nicht. bekomme ich demnächst den schlussstrich gezogen? was geht in dir vor? was denkst du, was fühlst du? du sagst, du hast keinen einblick mehr. keine gefühle mehr, für nichts. ich kann dir wohl nicht helfen. ich störe. ich weiss nicht, ob du überhaupt möchtest, dass ich für dich da bin, dass ich auf dich warte. was bin ich für dich? ich möchte eine zukunft für uns beide- zusammen. was möchtest du? es gibt nur zwei wege: entweder du liebst mich oder du liebst mich nicht. wenn ja, dann mit allem- ob sonne oder regen. dann ist diese zeit gerade ein regenschauer, der vorüber geht.
ich sitze hier zwischen gute laune und schlechter laune, zwischen es wird alles gut und alles ist zu ende, zwischen hoffnung und resignieren, an dich denken und verdrängen. solange ich arbeite ist es ok, wenn ich hier rumsitze denke ich an dich. ich rufe täglich ein dutzend mal die e-mails ab, weil ich hoffe (aber auch fürchte), dass du mir geschrieben hast. manchmal denke ich, du willst auf irgend ne dumme art schluss mit mir machen- indem du mich wegschiebst, dich nicht meldest, bis es sich von alleine erledigt. andererseits halte ich dich für ehrlich genug, mir die wahrheit zu sagen.
ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt denken soll. gedanken drehen sich im kreis. um das selbe thema. mit variationen, um immer wieder zum grundthema zurück zu kehren.
ich sehe mir die bilder vom sommer an, und denke, wie schön es ist, mit dir zusammen etwas zu unternehmen. ich laufe mit toni, und bin traurig, dass du nicht dabei bist. die wochenenden sind schlimm. keine arbeit, keine ablenkung. habe fast die ganzen tage im internet verbracht. kann kaum noch schlafen nachts. wohl von dem vielen am pc sitzen. dieses wochenende hast du ein volleyballspiel, abends bist du in b. ich denke an dich. ich stelle mir vor, dass du in b. nur wenige kilometer entfernt bist- und trotzdem weiter als einmal um die welt.
überall sterben, schlussstriche, krisen, streit. warum machen sich die menschen das leben gegenseitig und sich selbst so schwer?! es könnte so schön sein.
ich möchte dich nicht anklagen, keine vorwürfe machen. es ist eben so, wie es im moment ist. ich muss das nur schreiben, damit es raus ist. damit du weisst, was in mir vorgeht.
ich weiss, was du durchmachst. zumindest in etwa. ich war vor vielen jahren auch so weit- habe ähnliches erlebt. oft war ich daran, dem ganzen leben ein ende zu bereiten. wenn ich den mut gehabt hätte, oder meine mutter nicht gewesen wäre (ich wollte es ihr nicht antun)
es war wie ein teufelskreis. die gedanken, meine gesundheit, in der schule ging´s nur bergab (wegen dem gesundheitlichen). privat: frisches scheidungskind, neue umgebung, neue schule, neue leute um mich, meine freundinnen hatten einen freund, ich nicht. alleine. einsam. keiner wusste,was ich durchmache. hätte vielleicht auch niemand verstanden. deshalb habe ich mit niemanden darüber geredet. ich war verzweifelt. mir ging es schlecht von dem moment morgens, als ich aufgewacht bin, bis abends wenn ich eingeschlafen bin- mit schlechten gedanken an das morgen. schlaf war das schönste für mich. im schlaf vergisst man. die realität war weg. alles versinkt im raum. ich habe mittags geschlafen, soweit es ging, und abends früh ins bett. schlafen, schlafen. der kleine bruder des todes, nicht war?! schlaf heilt. bis nach dem schlaf die wunden wieder aufbrechen. wie nach alkoholexzessen- danach ist alles schlimmer. weil du im traum frei warst, keine probleme hattest, du hast dich wohlgefühlt. dann wachst du auf, und merkst, dass du in der alten umgebung mit den alten problemen aufgewacht bist, und bist noch depremierter. von tag zu tag flüchtest du mehr, von tag zu tag wird es schlimmer. immer mehr gedanken, der körper rebelliert immer mehr, immer mehr gedanken darüber, zwangshandlungen, angst, scham, tränen-( bis ich nicht mehr weinen konnte für jahre), sich verkriechen, abschotten, weg von der umwelt, die dich nicht versteht, dir nicht helfen kann. alleine sein, sich alleine fühlen. hoffen, träumen, schlafen, vergessen. aufwachen, gedanken. die gewissheit, dass etwas geschehen muss. ich wusste damals nicht, was in mir abgeht, was die tatsächliche ursache ist. weiss ich es heute? es ist eigentlích egal. es ist vorbei. einziger nachteil: ich wiege 14 kg mehr. kotze mir aber dafür nicht mehr die seele aus dem leib, habe keine herzstolpereien mehr, keine kreislaufzusammenbrüche, keine atemnot. wenigsten etwas. ich habe mir damals so sehr gewünscht, jemanden bei mir zu haben, der mir beisteht. aber ich musste wohl alleine durch. es wird seinen sinn gehabt haben.
deswegen denke ich manchmal, ich könnte dir eine stütze sein. ich verstehe vieles, wenn auch nicht alles. es ist aber ok, wenn du sagst, du willst alleine sein, du musst das wissen. ich bin da.