medizin

5
Aug
2007

Orakeln, Diagnostizieren, Scharlatanerie, oder was?

Das US-Unternehmen MEDoctor Systems hat ein Computerprogramm entwickelt, das medizinische Diagnosen auf Basis eines Multiple-Choice-Tests stellt. Mehr als 830 Krankheiten seien so schon erkennbar, teilen die Amerikaner selbstbewusst mit. Im Gesundheitswesen könnten so Millionen eingespart werden. Eine neue Ära oder gefährlicher Quatsch? (Zitat DocCheck)

Wohin bringt uns die Medizin noch??! Ich hoffe, sowas kommt nie nach Europa. Wenn selbst ärztliche Anamnese und Diagnosen über PC oder Internet laufen, wo bleibt da der Mensch? Sind wir bald auch nur noch Apparate? Mit Sicherheit sind in der Medizin Computergesteuerte oder generell Maschinen teilweise überlebensnotwendig- das muss man einfach sehen- aber übertreiben muss man nun auch nicht.

Und uns Heilpraktikern wird vorgeworfen, wir wären Scharlatane.

18
Jun
2007

geschafft

Ein anstrengedes Wochenende ist vorbei.
messestandDer Messeauftritt des Naturheilvereins, mein Vortrag- geschafft. es war gar nicht so übel. Obwohl es der letzte Vortrag war, kamen doch noch etliche Zuhörer in den Saal. Ich denke, das lag auch an meinem Thema, das sehr viele Menschen betrifft: "Allergien und Unverträglichkeiten aus der Sicht der Naturheilkunde. Diagnose und Therapiemöglichkeiten."
chaetzle-vortrag
Der Rednerpult war etwas zu hoch für mich- obwohl ich mit 171 cm nicht gerade klein bin. Ich kam mir sehr versteckt dahinter vor. Vor mir war ein Arzt als Redner- etwas 2 auf 2 Meter gross, der lehnte lässig über dem hohen Pult. Sah sehr imposant und dominierend aus.

Durch den gestrigen Vortrag habe ich Gefallen an Präsentationen über einen Beamer gefunden. Geht total einfach und bequem. Bisher war ich noch altmodisch mit Folien unterwegs (wer kauft sich schon einen teuren Beamer?!). Sieht eben schon professioneller aus mit Computeranimation. Mal sehe, was sich machen lässt. Soweit ich weiss, hat die Klinik, in der ich den nächsten Vortrag habe, auch einen Beamer, den man leihen kann. Vielleicht bekomme ich den. Dann erspar ich mir die Ausdrucke und Kopien. Ist immer so mühsam. ;-(
Jetzt aber auf in die neue Woche. Die Arbeit ruft.

22
Mrz
2007

Dienstsiegel

seal-1

...Mein neues Praxissiegel. Mal was anderes als das olle Fachverbandsiegel. Traditioneller. Zur alten Zunft gehörend.
Das macht sich sicher gut aufm Rezeptblock.

;)

12
Sep
2005

Hilf dir selbst...

oder: wie verbringen Heilpraktiker ihre Mittagspause, oder: wie selbstquälend muss man veranlagt sein?
Wer heilt hat recht, oder?!

img_0005
o´zapft is...

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Wasser marsch..

9
Aug
2005

Unverträglichkeiten Teil 2

... die Rettung aus dem Teufelskreis.
Natürlich bietet die Pharma Medikamente an, die den TNF Alpha blockieren- vornehmlich werden diese Präparate in der Rheumatologie und bei den entzündlichen Darmerkrankungen gegeben. Und das mit Erfolg. Und leider mit Nebenwirkungen. Aber wie so oft werden hier lediglich Symptome bekämpft. Das TNF Alpha wird vom Körper weiterhin produziert, durch die Medikamente wird es nur in Schach gehalten.
Eine andere, und meines Erachtens bessere Möglichkeit ist, dem Problem an der Wurzel zu begegnen. Und das geht nur, wenn man die auslösenden Faktoren eliminiert.
In diesem Fall die unverträglichen Nahrungsmittel.
Das Procedere ist eigentlich ganz simpel:
im Rahmen eines Blut-Tests wreden die Unverträglichkeiten erkannt, und der Betroffene muss sich für einige Monate an eine Ernährungsumstellung halten.
Die Ergebnisse sind überragend: innerhalb von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen verschwinden Ausschläge, Entzündungen klingen ab, der Blutdruck sinkt, Fett verschwindet.
Zusätzlich verfeinert sich das Hautbild, die Darmtätigkeit reguliert sich, die Leistungsfähigkeit verbessert sich, man ist "fitter", man hat keine "Gelüste" (z.B. auf süss), Frauen werden schneller schwanger, die Potenz verbessert sich (mehr Lust, weniger Frust). Das allgemeine Wohlbefinden wird einfach besser.

Der Weg:
Das ANT- Konzept (ANT=Aktivierte Neutrophilen Test)
Man lässt sich von einem an das Labor angeschlossenen Therapeuten Blut abnehmen.
Dieses Blut muss innerhalb von 6-7 Stunden im Labor untersucht sein- ansonsten zerfallen die Blutzellen- das Blut wäre unbrauchbar. Im Labor wird das Blut in 96 Portionen unterteilt und
mit 92 standartisierten Lebensmittelextrakten versetzt. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit wird das Blut untersucht in Hinblick auf die Reaktionen der weissen Blutzellen. Sind die Blutzellen ducrh ein Lebensmittel aktiviert worden, sind Kampf- Und Botenstoffe frei gesetzt worden. Dadurch verändern die Zellen ihre Struktur (Volumen und Beladung). Dies wird vollautomatisch analysiert.
Die Ergebnisse werden mit den 4 übriggebliebenen Negativproben (die ohne Zusatz von Lebensmitteln) verglichen.
So entsteht eine Liste, die aktivierende Lebensmittel und neutrale Lebensmittel unterteilt.
Diese Liste ist nach dem Ampelprinzip dreigeteilt:
grün: unbedenklich (darf alles gegessen werden)
gelb: grenzwertig (sollte für 2-3 Monate gemieden werden)
rot: aktivierte Lebensmittel (sollten auf Dauer gemieden werden)

Der Erfolg liegt nun an der Disziplin des Patienten. Es sollten möglichst frisch zubereitete Mahlzeiten auf den Tisch kommen. Keine Fertignahrung, kein Fast-food. Auch wegen der versteckten Zusätze.
Zusätzlich wird angeraten, Sport zu machen (v.a. die, die abnehmen wollen- aber auch für andere ist es nur gesund).
Evtl werden Medikamente verordnet, oder begleitende Therapien angewandt.

Meine Erfahrungen:
Bis jetzt hatten alle Erfolg. Einschränkung: die sich daran gehalten haben. Von nichts kommt nichts. Aber es ist keine Diät, bei der man nicht satt wird. Man darf genug essen, man darf oft essen. (Kein Kalorienzählen, keine Fettaugen zählen, kein Trennen von Nahrungsmittelgruppen...)
Schwerer haben es Frauen über 40 (im Hinblick auf das Abnehmen). Dort spielen die Hormone oft Streiche. D.h. der Hormonhaushalt muss reguliert werden. Und das Abnehmen dauert etwas länger als bei anderen. Geduld.
Ansonsten sind teilweise über 15 Kilo in drei Wochen weg. Jetzt mag mancher sagen: "das ist doch nicht gesund"- doch das ist es in diesem Fall. Der Körper gibt nur so viel her, wie er kann. Und zu Beginn geht enorm viel Körperwasser weg. (eben bis zu 20 kg)
Das gilt für sehr Übergewichtige. Menschen mit Normalgewicht nehmen natürlich nicht so viel ab. An meinem Beispiel: ich habe noch ca. 4 kg abgenommen- dann war Stillstand. Jeder Mensch hat sein Wohlfühlgewicht, auf dieses pendelt sich der Körper ein. Eine sehr dünne Person z.B. würde nichts mehr abnehmen.

Wie sehr diese Methode der Wahrheit entspricht:
auch hier zwei Beispiele, wie der Körper reagieren kann: eine Patientin mit Übergewicht hatte abgenommen, hat dann ein Lebensmittel der roten Liste gegessen (Trauben- also kaum Kalorien!) -einen Tag später hatte sie zwei Kilo mehr auf der Waage.
eine Patientin mit chronischem Durchfall (ca. 10 mal am Tag)- hatte keinen Durchfall mehr, einmal falsch gegessen- sofortige Reaktion mit akutem Durschmarsch.
Auch "Hautpatienten" reagieren sofort. Falsch gegessen- Ausschlag.
Diese (Haut)Patienten sind übrigens die, die sich zu 100 % an den Plan halten- weil es ihr Äusseres stark beeinträchtigt (wer hat schon gerne offene Stellen im Gesicht oder sonstwo).
Am stärksten schummeln Übergewichtige und Diabetiker. Diese Gruppen sind undiszipliniert. (meine Erfahrung, und die von Kollegen- es sind natürlich nicht alle so)

Info zu dem Thema gibt es bei http://www.well-tec.com - Das ist das einzige Labor in Deutschland (Wiesbaden), das diesen Test anbietet. Dort bekommt man auch die Adressen der Therapeuten, die dem Labor angeschlossen sind.

Unverträglichkeiten Teil 1

...Eigentlich trockene Biochemie. Aber die Biochemie funktioniert. Das habe ich am eigenen Leib erfahren, und an den Leibern meiner Patienten.
Zur Theorie:
Ausgangspunkt sind Entzündungsgeschehen im menschlichen Körper. Auslöser für solche Reaktionen sind mannigfaltig: Viren, Bakterien, Autoimmunprozesse oder Nahrungsmittel.
Dreh- und Angelpunkt hierbei ist das Immunsystem (hier der Bereich des angeborenen Immunsystems- es gibt noch das erworbene Immunsystem= Antikörper/Antigene). Die Abwehrzellen des Immunsystems, die Schutzpolizei unseres Körpers, kontrollieren permanent das Blut, um feindliche Stoffe aufzuspüren und zu eliminieren.
So werden feindliche Bestandteile regelrecht aufgefressen. Diese Abwehrzellen werden deshalb auch oft "Fresszellen" genannt. Sie heissen Neutrophile Granulozyten oder Monozyten (verschiedene weisse Blutzellen).
Die Aktivierung dieser Zelltypen kann bereits ein Vorläufer einer Entzündung sein, v.a. wenn der Immunkomplex gross genug ist.
Diese weissen Blutzellen bezitzen auf ihrer Oberfläche Rezeptoren, mit denen sie den Feind an sich heften, bzw. aus denen Kampf- und Signalstoffe ausgeschüttet werden. Diese Kampfstoffe töten nicht nur den Feind, sondern auch die eigenen Zellverbände, sog. Kollateralschäden entstehen (es herrscht tatsächlich Krieg). Es entstehen feine Läsionen im Gewebe, die dadurch Durchtrittstellen für Stoffe werden. Durch diese "Löcher" können z.B. schädigende Nahrungsbestandteile in das Blut gelangen (keine Makromoleküle- lediglich mikroskopische Bestandteile). Dadurch können kurzfristig Blutflüssigkeit und Schadpartikel in das umliegende Gewebe austreten- Ödeme bilden sich- Wasser wird eingelagert (bis zu 20 kg und mehr alleine an Wasser!!- es ist nicht alles Fett, was wiegt)
Durch die Gewebeentzündung werden wiederum Abwehrzellen angelockt- ein Teufelskreis beginnt.
Einer der maßgebenden Botenstoffe, die die Abwehrzellen freigeben, ist der Tumornekrosefaktor Alpha (TNF Alpha). Dieser heizt das Entzündungsgeschehen um eine Vielfaches an. TNF Alpha ist bekannt als Gegenspieler des Insulins. Es hemmt die Aufnahme von Zucker in die Zellen. Dadurch kommt es zu einem Überschuss an Blutzucker im Körper, was bedeutet, dass vermehrt Insulin produziert wird. Dies ist in zweierlei Hinsicht schädlich: zum einen ist das Überangebot auf Dauer toxisch, zum anderen füllen sich dadurch die Fettspeicher des Körpers (Fettzellen sind übrigens teilweise genetisch angelegt, teilweise werden sie aber auch in den ersten Lebensjahren "angezüchtet")
Der Körper füllt die Fettreserven und durch das überhöhte Insulin wird der Fettabbau blockiert (auch wenn Sport betrieben und herkömmliche Diäten gemacht werden!!!)
Hinzu kommt, dass adipöse Fettzellen in der Lage sind, selbst TNF Alpha zu produzieren (v.a. der "Speckbauch" kann dies- viszerales Fett).
Verstärktes Hungergefühl tritt ein. Der Teufelskreis weitet sich aus.Weitere Folgen: Diabetes Typ 2, Sauerstoffmangel, Leistungsabfall (z.B. bei Sportlern- hier ist auch die Regeneration nach Wettkämpfen beeinträchtigt), Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Arteriosklerose bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Neurodermitis, entzündliche rheumatische Erkrankungen.

Aber es gibt Abhilfe: Teil 2 erklärt wie...
(sonst wird das ganze zu lang.)

6
Aug
2005

Gift

Zu den wenigen Fernsehsendungen, die ich gerne sehe, und die interessant und informativ sind, gehören die BBC- Berichte.
Die Berichte sind gut recherchiert und zeigen hervorragende Aufnahmen.

Im Moment läuft die Sendung BBC-exklusiv. Das Thema: Schlangengifte und Spinnengifte.
Der Film zeigt Fälle aus einer Klinik in (Süd)-Kalifornien. Dort werden täglich Patienten eingeliefert, die von Klapperschlangen oder der Schwarzen Witwe- Spinne gebissen werden.
Gegen diese Bisse gibt es mittlerweile Gegengifte, die aber enorme Nebenwirkungen aufweisen, und oftmals sogar zum Tode führen können. Die Bisse der Tiere jedoch, sind nicht unbedingt tödlich. Sie machen starke Schmerzen- über Tage oder sogar Wochen.
Die Gifte wirken neurotoxisch (also Nervengifte). Aber manchmal wirken sie auch nur lokal: Schwellungen, Rötungen- also Entzündungszeichen.

mexberg

(Klapperschlange)

Mich faszinieren immer diese Gegensätze. Ich arbeite in der Praxis mit Schlangen-, Spinnen-, Salamander- und Krötengifte. Und zwar in Reinform (Reintoxine). Nicht irgendwie homöopathisch aufbereitet. Das pure Gift.
Dem Gift wurden natürlich zuvor die schädigenden Inhaltsstoffe (v.a. Proteine) entzogen. Die "guten", heilenden Verbindungen sind die im Serum enthaltenen Enzyme. Diese sind vielfältig einsetzbar.
Hervorragende Erfolge gibt es v.a. bei den rheumatischen Erkrankungen, bei Krebs, bei Stoffwechselerkrankungen, bei Allergien. Und es gibt noch viele Einsatzgebiete mehr.
Die Tiere, die das Gift liefern, werden für diese Medikamente speziell gezüchtet- sie leben auf Tierfarmen weltweit. Sie werden regelmässig "gemolken", und das Gift wird in Laboratorien aufbereitet.

Es ist wie mit so vielem: die Grenzen sind fliessend- Böse und Gut, heilend und tötend, Schmerz und Gesundheit. Yin und Yang.

Und das, was einem gegeben wird sollte man zu nutzen wissen.


(Das Bild ist von: http://www.reptilienwelt.at/pictures/klapper/mexberg.jpg)

Info zur Reintoxin -Therapie: z.B. bei: http://www.gesundheitsinfo-fischer.de/horvi.htm


(Die einzigste Pharmafirma, die Reintoxine herstellt, ist Horvi Enzymed). Bis letztes Jahr noch in Deutschland ansässig, musste sie wegen der Gesundheitsreform und deren Auswirkungen ins Ausland abwandern (Holland). Von dort kann man die Präparate beziehen.

18
Jul
2005

Blick in das Innere

Kürzlich gab es bei Malte einen Beitrag zum Thema Gesichter ,woraus sich eine rege Diskussion entspann. Auch auf einem anderen Blog (war es bei Moonlight??- ich weiss es nicht mehr) forderte man : "Schickt mir Bilder von Euren Händen und Augen!".
Ob Gesichter, Hände oder im Gesicht speziell die Augen- der Körper bietet dem Betrachter eine Vielzahl von Möglichkeiten, in das Innere des Menschen zu blicken.
Sei es der Charakter, die Organe oder die ganze Persönlichkeit- wer mit wachen Sinnen durch das Leben geht, kann viel sehen, viel staunen, viel lernen.
Es gibt die Anlitzdiagnose- das Gesicht als Spiegel für Organe und Seele, oder die Handdiagnose- ebenfalls ein Medium, um Krankheiten oder Charakter zu veranschaulichen (von Wahrsagerei der Zukunft einmal abgesehen).
Eine Methode, mit der ich arbeite, ist die Augendiagnose (oder Irisdiagnose). Durch den Blick in die Augen eines Menschen, eröffnet sich einem nicht nur der Blick in die Seele ("Die Augen sind die Fenster zur Seele") sondern auch der Blick in die Organwelt.
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Das Auge ist aus verschiedenen Blättern aufgebaut. Der Aufbau beginnt im Mutterleib bis in die Kinderjahre (Kleinkinder haben alle blaue Augen!). Durch diese aufeinandergelagerten Blätter ergibt sich die Farbe des Auges. Grundsätzlich lassen sich 3 Farben unterscheiden: Die blauen Augen (dazu zählen auch die grauen A. -je nach Lehrbuch), die braunen Augen und die Mischaugen (blau plus braun). Grünliche Augen etc. sind lediglich Pigmenteinlagerungen, die je nach Lichteinfall schimmern.
Bei der Augendiagnose geht man davon aus, dass sich im Auge der ganze Mensch wiederspiegelt (ähnlich wie an den Füssen oder am Ohr). Da sich das Auge, wie gesagt ,schon im Embryonalstatium als eines der ersten Organe entwickelt (das Nerven/Sinnesystem ist der Beginn der Entwicklung), ist in ihm auch der ganze Mensch enthalten. All seine Veranlagungen (genetisch bedingt), seien es Dispositionen zu Erkrankungen oder auch das Nervensystem an sich, die Psyche- all das ist im Auge niedergelegt.
Um sich das Auge zu erschliessen teilt man es, wie eine Uhr, in Abschnitte ein.
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Oben liegt der Kopfbereich, nasal die Organe, die in der Körpermitte liegen, aussen, die Organe, die seitlich liegen (z.B. rechtes Auge aussen die Leber, linkes Auge aussen die Milz).
Betrachtet man das Auge in einem Mikroskop (spezielles Irismikroskop) sieht man, je nach Vergrösserung, die feinen Strukturen, aus denen sich das Auge zusammensetzt. Man blickt vom obersten Blatt der Iris auf die darunterliegenden. Die verschiedenen Strukturen zeigen nun dem Betrachter, wo die Schwächen liegen. Auch Pigmenteinlagerungen (gelb, braun, schwarz, orange) geben Aufschluss über den Organstatus. An der Pupille kann man teilweise auch psychische Verfassungen erkennen, so z.B. Neigung zu Psychosen oder Depressionen.
Die Augendiagnose bietet so eine Möglichkeit, frühstmöglich (zukünftige) Erkrankungen, oder schon vorhandene Schädigungen am Organ zu erkennen. Dadurch kann der Therapeut passende Therapien einleiten (Medikamente oder naturheilkundliche Therapiearten) bzw. dem Patienten Ratschläge zur Lebensweise geben.

Weiterführende Literatur:
  • Lehrbuch Handdiagnostik (I. Wenzel)
  • Antlitzdiagnose (Scharl)
  • Die medizinische Hand- und Nageldiagnostik (E. Issberner- Haldane)- Der Pionier der Handdiagnose!-alle seine Bücher sind genial
  • Krankheiten aus dem Gesicht erkennen (K. Tepperwein)
  • Verschieden Augendiagnose Bücher von Angerer, Lindemann, Broy, Deck, Uslarer Kreis etc.

6
Jul
2005

blutegel

eine hommage
früher, als unser dorfbach noch dem reinheitsgebot unterlag, es darin noch mannigfaltiges tierreich zu bewundern gab, und chaetzle noch mit riesigen gummistiefeln durch die weltgeschichte tappte, sah man bisweilen auch blutegel in dem gewässer. damals eckelte ich mich furchtbar vor diesen kleinen saugern. wenn sie blitzschnell um die beine schwammen, machte klein-chaetzle jedesmal einen erschreckten hüpfer. und wenn ich dann noch unsere nachbarin sah, die ihr blumengiesswasser barfuss aus dem bach holte, und sie,die beine hernach mit diesen würmern bestückt, den abhang hinaufstieg, dann gruselte es mich fürchterlich.
heute, mehr als 20 jahre später, fasse ich die fleissigen tierchen ohne zögern mit den blossen händen an. sie wohnen mittlerweile bei mir- in einem glasbehälter stehen sie neben meinem schreibtisch, und warten auf ihr blutiges mahl.
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manche blutegelarten sind in deutschland schon ausgestorben. diese tiere können nur in sehr sauberen gewässern überleben. da solche wasserqualitäten kaum mehr vorhanden sind, wird den blutegeln die lebensgrundlage entzogen.
blutegel, die in praxen zum einsatz kommen, werden heute in speziellen zuchtstationen aufgezogen. sie tragen den wohlklingenden namen "hirudo medicinalis", der medizinische blutegel also. ein grund dafür ist natürlich die reinheit der tiere. in freier natur saugen sie sich an vielen lebewesen fest, und nehmen somit auch deren körpersäfte und verunreinigungen auf. würde man sie dann an einen menschen ansetzen, könnten erreger übertragen werden. dies schliesst man durch die zucht aus.
blutegel werden schon seit dem altertum in der medizin eingesetzt. später in vergessenheit geraten, haben sie in den letzten jahren ein comeback erlebt.
vor allem heilpraktiker setzen die blutegel bei ihren patienten an. aber auch kliniken nehmen die tiere in schwierigen fällen zu hilfe. so habe ich vor einigen jahren einen arzt kennengelernt, seines zeichens urologe, der in dem spital, in dem er arbeitet, blutegel ansetzt. in besonders hartnäckigen fällen von hodenentzündungen werden dort die tierchen direkt am hoden angebracht. tapfere männer. (männer sind, meiner erfahrung nach, eher ängstlich wenn es um blutegeltherapie geht. sie dann an die hoden angesetzt zu bekommen... hut ab).
auch in der plastischen chirurgie treten blutegel immer öfter in erscheinung- z.b. nach operationen.
in der naturheilpraxis kommen blutegel v.a. bei entzündungen zum tragen. das bekannteste einsatzgebiet ist wohl die venenentzündung.
j4100005
aber diese ist natürlich noch lange nicht die einzige erkrankung:
von schlaganfall, über leberentzündungen, gicht, rheuma, gelenkproblemen, augenleiden, tinnitus oder bluthochdruck- die liste ist beliebig zu erweitern.
leider sollen die tiere- laut empfehlung- nach der therapie getötet werden. es gibt jedoch auch zuchtstationen, die die egel zurücknehmen, und sie in einen- man höre- "rentnerteich" überführen. dort können sie ihren lebensabend (bis zu 25 jahre) damit verbringen, schweineblut zu fressen. dieses wird ihnen nämlich alle monate angeboten (blutegel sind bis zu 2 jahre satt nach dem grossen fressen).
ich gebe zu: ich kann die egel nicht töten (in alkohol legen, oder in eine salzlösung, oder verbrennen). sie haben es nach ihrem guten dienst eigentlich verdient, dass sie weiterleben dürfen. ich setzte sie in einem biotop aus.
ich würde mir für die zukunft wünschen, dass diese wunderbare therapieart wieder mehr geachtet und angewandt wird. sie ist kostengünstig und effektiv. und sie nutzt beiden parteien- dem mensch und dem egel.
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Zuletzt aktualisiert: 25. Jul, 10:44

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